Ralph Wallner  ...  Theater auf bayrisch  ...

 

(passende Illustration folgt)

GleisGeisterei

Wenn man doch nur eine zweite Chance hätte! Das denkt sich auch Standl-Hans, Besitzer eines Bahnhofskiosk an einem stillgelegten Landbahnhof. Hätte er damals Mona seine Liebe eingestanden, dann wäre in seinem Leben sicher alles besser verlaufen. 

Am verwaisten Bahnsteig von Niederhinterbergkirchentalhausen geht es trotz totem Gleis turbulent zu. Schräge Ortsbewohner, einsame Herzen und Landstreicher lassen Hans keine Ruhe. 

Da taucht Giacomo, ein ominöser Fremder in Schwarz, auf, der das Leben von Hans und so manch anderem gehörig durcheinander wirbeln wird. Giacomo ist ein Gleisgeist, der die Fähigkeit besitzt, in die Vergangenheit zu springen. Eine riskante Eigenschaft, die Hans sich zu Nutze machen will. Und Ruckzuck wird ein bisschen an der Uhr gedreht.

Besetzung: 5 Damen, 4 Herren

Dekoration: auf einem Bahnsteig auf dem Land vor einem alten Bahnhofskiosk

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Giacomo taucht eines Nachts im Ort auf. Der geheimnisvolle Fremde ist nicht nur ein sogenannter Gleisgeist, der die Fähigkeit besitzt, in der Zeit zurückzuspringen. Er ist auch tief menschlich, charmant, etwas schräg und hat einen Faible für schöne Frauen und „Amore“ im Allgemeinen. 

Deswegen will er Hans, dem vom Leben enttäuschten Kioskbesitzer an einem stillgelegten Bahnhof, helfen, sein Liebesglück zu finden. Durch Zufall erkennt jedoch Hans, welch übersinnliche Fähigkeiten der Fremde mit italienischen Wurzeln besitzt. Und er zwingt ihn, ihm zu helfen. Denn Hans hat vor drei Jahren verpasst, seiner großen Liebe Mona seine wahren Gefühle einzugestehen. Aber hätte Hans nochmal die Chance von damals, dann würde alles anders werden. 

Gleichzeitig tummeln sich zahlreiche Personen auf dem Bahnhof herum. Zwei lustige Landstreicher, die immer wieder das Dorf heimsuchen, der verpeilte Bürgermeister mit seiner Mona, zwei Frauen, die jeweils unterschiedliche Interessen an Hans haben. Und zu guter Letzt das Radieserl-Reserl, eine herzliche, leicht vergessliche Witwe. 

Als Hans die Chance bekommt, seinen Fehler drei Jahre zuvor auszumerzen, wirbelt der Zeitsprung noch viel mehr Schicksale durcheinander. Und das hat Konsequenzen – für alle.

Das Stück spielt humorvoll mit Zeitsprüngen in die Vergangenheit, die mit einfachen aber lustigen Mitteln auf der Bühne erzählt werden. Die verschiedenen Figuren sind irrsinnig witzig und manchmal einfach herzergreifend. Gleichzeitig lebt das spannende und überraschende Stück auch von dem außergewöhnlichen Bühnenbild, das einen Bahnsteig samt Kiosk und Bahnhofsklo auf dem Land darstellt. Die Bühnenkante wird zur Bahnsteigkante, und akustische Züge rauschen durch das Publikum.

Die benötigten Bahngeräusche sind über den Wilhelm Köhler Verlag zu erhalten, welche ohne GEMA- oder sonstige Rechte-Gebühren zum Zweck der Aufführung dieses Stückes verwendet werden dürfen.